Portigon treibt Neuaufstellung voran

  • Servicetochter Portigon Financial Services vor dem Start
  • Erste Erfolge in der Kundengewinnung
  • Halbjahresergebnis entspricht Erwartungen
     

Portigon hat im ersten Halbjahr 2013 wichtige Schritte bei der Neuaufstellung als internationaler Anbieter von Portfolio Services erreicht. Erste Erfolge in der Kundengewinnung zeigen, dass das Know-how von Portigon am Markt gefragt ist. Zugleich wurde der Rückbau der nicht für die Servicierung erforderlichen Kapazitäten fortgesetzt und damit die Kostenbasis nachhaltig gesenkt. Das ausgewiesene IFRS-Konzernergebnis nach Steuern in Höhe von -80 Mio € reflektiert die Erwartungen.

Dietrich Voigtländer, Vorstandsvorsitzender der Portigon AG: „Das erste Halbjahr 2013 stand ganz im Zeichen der Neuaufstellung als Portfolio Servicer und der Errichtung der Portigon Financial Services. Unser Ziel ist es, das Unternehmen als schlagkräftigen Dienstleister in der Servicierung von Portfolios am Markt zu positionieren. Die positive Resonanz aus Kundengesprächen stimmt uns sehr zuversichtlich. “

Das Ergebnis in den ersten sechs Monaten 2013 ist maßgeblich von der Umsetzung des neuen Geschäftsmodells gekennzeichnet. Die Vorjahreszahlen sind nur sehr eingeschränkt vergleichbar, weil sie Ergebnisbeiträge aus zum 1. Juli 2012 eingestellten oder übertragenen Geschäften enthalten. Der Provisionsüberschuss belief sich im ersten Halbjahr 2013 insgesamt auf 130 Mio € (i.V. 118 Mio €). Dabei erzielte Portigon Servicierungserträge in Höhe von 174 Mio €. Gegenläufig fielen insbesondere Garantiegebühren für synthetisch übertragene Bestände in Höhe von 43 Mio € an. Der Zinsüberschuss betrug 62 Mio € (i.V. 343 Mio €).

Der Verwaltungsaufwand sank um 37% auf 285 Mio € (i.V. 450 Mio €), dabei ging der Personalaufwand um 32% auf 152 Mio € (i.V. 224 Mio €) zurück. Die Zahl der Vollzeitarbeitskräfte nahm gegenüber Ende 2012 um 363 auf nunmehr 2.261 ab. Die anderen Verwaltungsaufwendungen reduzierten sich um 45% auf 106 Mio € (i.V. 194 Mio €). Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen stieg auf 39 Mio € (i.V. 13 Mio €) und resultiert vorwiegend aus dem positiven Ausgang eines steuerrechtlichen Verfahrens. Die Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 19 Mio € ergeben sich insbesondere aus der Begleichung von Pensionsausgleichsverpflichtungen gegenüber der NRW.BANK. Die Vorjahresaufwendungen (52 Mio €) entfielen vor allem auf die Umsetzung der Auflagen der Europäischen Kommission. Unter dem Strich erreichte das IFRS-Konzernergebnis nach Steuern -80 Mio € (i.V. -343 Mio €).

Einen großen Schritt voran kam Portigon bei der weiteren Bilanzbereinigung. Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber Ende 2012 um 30,6 Mrd € (-31%). Mit 68,1 Mrd € weist sie zur Jahresmitte noch umfangreiche Positionen auf, deren Risiken vollständig von der EAA abgesichert sind. Die treuhänderisch für die EAA gehaltenen Derivate sanken gegenüber Ende 2012 um 21,9 Mrd € auf 51 Mrd € und die von der EAA garantierten Vermögenswerte um 5,1 Mrd € auf 7,9 Mrd €. Auch bei der Vermietung frei werdender Gebäude gab es wichtige Fortschritte. Mit dem Ministerium für Inneres und Kommunales wurde im August 2013 ein Mietvertrag für einen großen Gebäudekomplex geschlossen.

Im ersten Halbjahr 2013 gelang es Portigon als Portfolio Servicer neue Kunden zu gewinnen. Unter anderem liefert Portigon einer Förderbank eine Softwarelösung zur Ratingbestimmung und übernimmt für ein Abwicklungsinstitut Aufgaben im Bereich des regulatorischen Meldewesens.

Im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2013 steht der Aufbau der Servicetochter im Fokus. Der Gründungsprozess der Portigon Financial Services (PFS) wird in wenigen Monaten abgeschlossen sein. Die PFS wird mit zunächst rund 500 Beschäftigen ihre Geschäftstätigkeit aufnehmen. Dietrich Voigtländer: „In den nächsten Monaten stehen weitere wichtige Weichenstellungen für die Zukunft der PFS auf der Agenda. So wird die Servicetochter in Kürze operativ an den Start gehen. Parallel hierzu werden wir die Gespräche mit potenziellen Investoren weiter vertiefen. Der Verlauf des ersten Halbjahres stimmt uns zuversichtlich, unsere Ziele für 2013 zu erreichen.“

 

Konzern Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 30. Juni 2013

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Konzern Bilanz zum 30. Juni 2013

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