Erfolge beim Rückbau der Portigon AG

  • Bilanzsumme und Verwaltungsaufwand rückläufig

  • Veränderungen im Vorstand

  • Rückstellungen belasten Ergebnis

Das Geschäftsjahr 2019 stand - so wie die Vorjahre - im Zeichen des Rückbaus der Portigon AG gemäß der Genehmigungsentscheidung der EU-Kommission vom 20. Dezember 2011. Die Erfolge des Rückbaus spiegeln sich insbesondere in der rückläufigen Bilanzsumme sowie im sinkenden Verwaltungsaufwand wider.


Bilanzsumme weiter verringert, Verwaltungsaufwand erneut reduziert


Die Bilanzsumme verringerte sich im Jahr 2019 um 12,2% auf 4,3 Mrd € per 31.12.2019 (Vorjahr 4,9 Mrd €). Die weiter voranschreitende Transformation der Bank führte auch in 2019 zu einer weiteren Reduktion der Anzahl der Beschäftigten sowie einem damit verbundenen Rückgang der Sachauf-wendungen. Der Personalaufwand konnte gegenüber dem Vorjahr um 9,5% verringert werden. Die gesamten Verwaltungsaufwendungen konnten um 2,8 Mio € auf 67,2 Mio € gesenkt werden.


Dr. Peter Stemper scheidet aus dem Vorstand aus


Wie bereits Ende Januar dieses Jahres mitgeteilt ist Dr. Peter Stemper nunmehr nach der Feststellung des Jahresabschlusses 2019 aus dem Vorstand der Portigon AG ausgeschieden. „Der Aufsichtsrat dankt Dr. Peter Stemper sehr für seine geleistete Arbeit in den zurückliegenden Jahren. Dank seines unermüdlichen Einsatzes konnte der umsichtige und erfolgreiche Rückbau der Portigon AG über viele Jahre sichergestellt werden“, sagte Eckhard Forst, Aufsichtsratsvorsitzender der Portigon AG.


Frank Seyfert neuer Vorsitzender des Vorstands


Als neuer Vorstandsvorsitzender der Portigon AG wurde Frank Seyfert vom Aufsichtsrat bestellt. Er wird künftig gemeinsam mit Barbara Glaß die Portigon AG leiten und den weiteren Rückbau der Bank sicherstellen. „Für diese weiterhin herausfordernde Aufgabe wünscht der Aufsichtsrat dem Vorstand viel Erfolg“, ergänzte Eckhard Forst.


Rückstellungen belasten


Das im Juni 2016 von der Staatsanwaltschaft Düsseldorf förmlich eingeleitete und im Mai 2020 an die Staatsanwaltschaft Köln übertragene Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit Dividendenarbitrage-geschäften der ehemaligen WestLB ist nach wie vor nicht abgeschlossen. Ergangene Rückforderungsbescheide sind aufgrund des Einspruchs der Portigon AG bislang nicht rechtskräftig. Der aktuelle Kenntnisstand wurde bei der Rückstellungsbildung berücksichtigt. Insgesamt ergibt sich vor diesem Hintergrund in der Portigon AG ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von -288,4 Mio € (Vorjahr -120,7 Mio €) und ein Jahresfehlbetrag von 582,4 Mio € (Vorjahr 215,2 Mio €).


Ausblick


„Der zielgerichtete Rückbau der Portigon AG steht auch weiterhin im Fokus unserer Aktivitäten“, sagte Frank Seyfert. „Wir gehen davon aus, dass die Portigon AG das Geschäftsjahr 2020 mit einem Verlust von rund 100 Mio € abschließen wird.“